Die Künstler

„Meiner Meinung nach kann ein Künstler nicht anders, als die Zeit, in der er lebt, zu reflektieren. Es ist seine einzige Pflicht“, sagte Nina Simone in den sechziger Jahren. Auch heute bietet sich uns Künstlern eine einzigartige Gelegenheit, die sich verändernde Gesellschaft in Belgien darzustellen und dieses Bild wiederum wie einen Ball dem Publikum zurückzuspielen.

Der Chor von ‚België dat zijn Wij!'

Speziell für dieses Konzert wurde ein neuer Chor zusammengestellt. Der aus Sängern und Sängerinnen unterschiedlicher ethnisch-kultureller Hintergründe bestehende Chor wird unterstützt von einem Symphonieorchester, einer Pop-Band und professionellen Künstlern aus der Rock-, Pop-, Chanson- und Schlagerwelt, bekannten belgischen Sängern und Bands. Jeder kann sich für die Teilnahme am Chor bewerben. Stijn Kolacny wird den Chor bei seinen Vorbereitungen auf das Konzert am 7. Mai begleiten. HIER kannst du dich zum Auswahlverfahren anmelden.

Nationaal Orkest van België

sorgt bei ‚Belgien das sind wir!‘ für musikalische Unterstützung. Das im In- und Ausland auftretende belgische Nationalorchester gilt seit 1936 als DIE Referenz in Sachen Symphonie. Seine Heimat ist der ‚Paleis voor Schone Kunsten‘ (Palast der schönen Künste) in Brüssel. Das belgische Nationalorchester ist stolz darauf, durch seine systematische Rebellion ein Feeling dafür zu haben, was in der Gesellschaft passiert.

www.nob-onb.be

Ozark Henry

In der Presse ist er bekannt als ‚Le Bowie Flamand‘, der flämische Bowie. Seit seinem Debütalbum von 1996 macht er vor allem Musik in seinem ganz eigenen, unbeschreiblichen Stil: von Avant-Garde-Elektronik bis Pop sowie ein Symphonie-Album in Kooperation mit dem belgischen Nationalorchester, dem ‚Nationaal Orkest van België‘. Henrys Welt besteht aus einem Mix aus Handwerk und Experiment, Ton und Bild, Erbe und Technologie. 2015 wurde Ozark Henry von den Vereinten Nationen als Sonderbotschafter im Einsatz gegen den Menschenhandel gekürt. Momentan arbeitet er an einer 3D-Soundeinrichtung für die Vereinten Nationen.

ozarkhenry.com

Marie Daulne

ist die treibende Kraft hinter Zap Mama, der polyphonen Band, die seit 1990 Soul, Jazz, Gospel und afro-kubanische Rhythmen in einem musikalischen Mix vereint. Über sich selbst sagt Daulne: „Ich bin eine Nomadin. Ich mag es, unterschiedliche Musikgenres mit unterschiedlichen Instrumenten zu erforschen. Darum bin ich ‚Zap Mama‘: Ich zappe vom einen Instrument, einer Kultur, einem Stil zum nächsten. Ich fühle mich weniger als Amerikanerin oder Belgierin, sondern mehr als Weltenbürgerin.“

www.zapmama.com

Natalia

ist ein europäischer Superstar. Sie hat im Laufe ihrer Karriere mehr als eine Million Konzerttickets und unzählige Platten verkauft, in ihrem Heimatland Belgien über 22 Awards gewonnen und war bereits mehrere Male Jurymitglied bei ‚The Voice‘. Natalias Karriere begann 2003 mit der belgischen Castingshow ‚Idool‘, in der sie den zweiten Platz erreichte. Die Single ‚I’ve only begun to fight‘ wurde zum Titellied vom Soundtrack des Films ‚Teamspirit 2‘ und stieg unmittelbar auf Platz 1 der belgischen Charts. Und das war erstih der Anfang. Die Sängerin arbeitet gerne mit anderen Talenten zusammen und stand bereits mit zahlreichen Stars wie Lionel Richie, The Pointer Sisters, En Vogue, French Superstar Lara Fabian und Anastacia – um nur ein paar Beispiele zu nennen – gemeinsam auf der Bühne und im Tonstudio. Von 2011 bis 2013 stand die talentierte Künstlerin als Jurymitglied bei The Voice (Belgien) vor der Kamera und 2015 bis 2016 noch einmal bei ‚The Voice‘ und ‚The Voice Kids‘.

www.natalia.be

Sandra Kim

Immer noch die einzige belgische und jüngste Gewinnerin des Eurovision Song Contests. Aber mittlerweile ist Sandra Caldarone viel mehr als das Mädchen, das 1986 ‚J’aime la vie‘ gesungen hat. Seit dem Song Contest ist Sandra Kim Fernsehmoderatorin und wird für Konzerte und Großevents (zum Beispiel die Thronbesteigung von König Albert II.) gebucht. 2010 nahm sie außerdem gemeinsam mit einigen großen Namen aus der Musikwelt ein eigenes Album auf.

www.sandrakim.be

Binti Schwestern

Sechs Schwestern, sechs Stimmen: Hadiel, Yasmin, Amina, Rana, Sherien und Fedia Holail Mohamed. Zusammen sind sie ‚Binti‘, (wörtlich) die ‚Töchter‘, die gemeinsam mit der Leidenschaft für Musik aufwuchsen. Binti ist eine Akustik-Band mit sechsstimmigem Gesang, einer Gitarre und einer Querflöte. Vor sieben Jahren begannen sie mit der Interpretation von Stücken, die ihnen am Herzen lagen, darunter alte Reggae-Nummern, Barbershop-Musik und Blues. Seit 2012 schreiben sie auch eigene Stücke und haben ein eigenes Album herausgebracht.

vi.be/binti

Will Tura

Der ‚Kaiser des flämischen Lieds‘ hat seit 1985 nicht weniger als 135 eigene Alben herausgebracht. Während seiner beeindruckenden Karriere erkundete Tura zahlreiche Musikgenres, darunter Kleinkunst und Chanson, niederländischen Pop, Gospel, Rock‘n‘Roll, Country und sogar ein bisschen Rap. Einige seiner wichtigsten Hits sind inzwischen Klassiker der flämischen Musik geworden. Obwohl sich Will Tura seit 2001 außerdem offiziell Ritter nennen darf und inzwischen fast sechzig Jahre auf der Bühne steht, denkt er im Moment noch nicht ans Aufhören.

www.willtura.be

Jef Neve

Komponist und Pianist Jef Neve, auch der ‚Kronprinz des belgischen Jazz‘ genannt, gehört schon seit seinem Abschluss am Konservatorium Lemmensinstituut im Jahr 2000 zu den Besten seiner Branche. Außer mit seinem Jazz-Ensemble ‚het Neve Trio‘ spielte er auch in klassischen Orchestern, Pop-Bands und auch als Solo-Künstler. Daneben komponiert er Musik für Film, Fernsehen und Theater in Belgien und anderen Ländern. Jef Neve schlägt auch gerne andere Töne an und arbeitet regelmäßig mit Künstlern anderer Genres zusammen.

www.jefneve.com

Viktor Lazlo

Die Künstlerin wurde in Frankreich geboren, ihre Mutter stammte aus Grenada und ihr Vater aus Martinique. Viktor interessierte sich schon früh für Musik und das Schreiben. Entdeckt wurde sie vom Produzenten Lou Deprijck, ihre Gesangskarriere begann mit ihrer Titelmusik für den Film ‚Tod dem Schiedsrichter‘ (orig. À mort l'arbitre) von Jean Pierre Mocky.

Es folgten mehr als 15 Alben und Compilations, die sich in über 30 Ländern verkauften. Fünf Goldene Schallplatten, Tourneen in zahlreichen Ländern wie Deutschland, Österreich, Japan, Taiwan, Kanada und der Türkei und Rollen in über 25 Filmen in Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien und Spanien. 2010 veröffentlichte sie ihren ersten Roman ‚La femme qui pleure’.

Im Oktober 2016 kam ihre Single ‚Promised Land’ heraus. Diese wurde von der Presse sehr gut angenommen und war die Ankündigung für ihr Comeback. Der zweite Track ‚Lola & Jim’ handelt von zwei Opfern der Anschläge in Paris im November 2015. Die Namen stehen als Pseudonyme für ein Paar, das auf der Terrasse eines Pariser Cafés im 11e Arrondissement gestorben ist.

www.viktorlazlo.net

Christoff

Das Wort ‚Schnulzensänger‘ scheint wie für ihn erfunden. Christoff zählt schon seit Jahren zu den beliebtesten Künstlern in Flandern. Seine ersten Schritte in der Musikwelt machte er mit zwölf Jahren im Kirchenchor. Seitdem ist er vor allem für seine Schlager- und Popmusik bekannt. Er arbeitet oft und gerne mit anderen Künstlern zusammen, beispielsweise mit seiner Schwester Lindsay.

www.christoffkerst.be

Merdan Taplak

DJ und Produzent Merdan Taplak macht viel mehr, als nur Platten aufzulegen. Er entführt die Hörer in seine eigene Welt der elektronischen Sounds und türkischen Grooves. Mit seiner Band, dem Merdan Taplak Orkestrar, lässt er eben diese Welt durch eine Beat-Brass-Band greifbar werden, in der neben Merdan als DJ auch drei Bläser und ein Akkordeonspieler einheizen.

www.merdantaplak.com

Typh Barrow

Typh Barrow ist ein bisschen wie Janis Joplin und Amy Winehouse, aber ohne Tragik. Für Drama sorgt sie lediglich mit ihren High-Heels und ihrer kräftigen Stimme mit Gänsehaut-Garantie. Aber lass dich nicht von ihrem aufwändigen und delikaten Look täuschen, denn dahinter verbirgt sich eine raue Stimme und ein durchlebter Sound. Typh ist einzigartig, sie lässt sich in keine Schublade stecken. Als Autorin, Komponistin und talentierte Künstlerin eroberte sie mit ihrem Album „Time“ die Herzen des Publikums und weckte die Neugier der Programmplaner. Daraufhin arbeitete sie mit Produzenten aus der internationalen Pop-Szene zusammen, und zwar: Dimitri Tikovoï (Placebo, Moby, usw.) Danton Supple (Coldplay, U2, usw.) und Tom Coyne (Adéle, Amy Winehouse, usw.). Zwar sucht Typh auf ihrer Reise „ihre“ Wahrheit, aber der Weg dorthin bleibt das Interessanteste daran. Eine Reise durch Pop und Soul, auf der sie allem begegnet, was das Genre in den letzten 40 Jahren hervorgebracht hat.

www.typhbarrow.net

Ballettschule Prins Dries

Die Grundschule Prins Dries in Antwerpen ist keine gewöhnliche Schule. Es ist die einzige Grundschule in Belgien, in der die Schüler bereits in jungen Jahren die Möglichkeit haben, an ihrer Tanzkarriere zu feilen. Diese besondere Grundschule ist die Vorschule der königlichen Ballettschule ‚Koninklijke Balletschool Antwerpen‘ (KBA). Hier wird der herkömmliche Grundschulunterricht mit professionellen Ballettstunden einer Lehrkraft der KBA kombiniert. Nach dem sechsten Lehrjahr wechseln sehr viele Schüler auf die königliche Ballettschule. Die Ausbildung bei der Prins Dries Schule beginnt nach bestandener Eignungsprüfung. Zum Konzept der Schule gehört neben dem Ballettunterricht für alle Schüler die Überzeugung, dass jeder Einzelne eine Bühne verdient. Die Schüler haben außer den Tanzstunden auch zahlreiche künstlerische Fächer wie Theater, Gesang und Kunst.

Da unsere Schüler bereits in jungen Jahren zahlreiche Erfahrungen in der Tanzwelt sammeln können und eine professionelle Ausbildung erhalten, haben sie bei der Entwicklung ihrer tänzerischen Fähigkeiten einen Vorsprung. Dies erhöht die Chance, den Traum ihrer Tanzkarriere zu verwirklichen.

Ballettlehrerin und Choreographin Linda Baclaine hat mit ihren Schülern aus dem 5. Lehrjahr speziell für das Event ‚België dat zijn Wij!‘ einen mitreißenden Tanz erarbeitet.

www.prinsdries.be
Belgie